Das Mikroskop

Wie in sämtlichen medizinischen Bereichen wird die Technik auch in der Zahnheilkunde immer besser und moderner. Einen wesentlichen Teil der zahnmedizinischen Behandlungsgeräte stellt das Operationsmikroskop dar, welches gegenüber der herkömmlichen Lupenbrille die Möglichkeit einer optimierten und genauen Vorgehensweise bietet.

In unserer Praxis setzen wir auf Präzision und Detailgenauigkeit. Ein Operationsmikroskop ist hierfür ein hilfreiches Instrument, da es nicht nur die Tätigkeit des behandelnden Arztes erleichtert, sondern auch einen wesentlichen Teil zum Behandlungserfolg beiträgt.

Das Mikroskop, dessen Vergrößerungsfaktor in der Regel zwischen 6 und 40 liegt, stellt Details von Kiefer, Zähnen und Weichgewebe genauestens dar und wird vielseitig angewendet.

Ein wichtiges Einsatzgebiet ist die Erkennung und Behandlung von Karies. Einfache Zahnverfärbungen von kariösen Stellen zu unterscheiden ist mit dem freien Auge oder der Lupenbrille oft nicht möglich, sodass erst die enorme Vergrößerung eine eindeutige Diagnose erlaubt. Bei der Endodontie, der Behandlung des Zahninneren, also von Zahnmark und Zahnwurzel, kommt das Mikroskop ebenfalls zum Einsatz. Dadurch lassen sich kleinste Kanaleingänge, welche mit bloßem Auge nicht zu erkennen wären, finden und aufbereiten. Auch am Zahnfleisch, beispielsweise bei Parodontitis, erlaubt die vergrößerte Darstellung ein präziseres Arbeiten. Dies bietet auch einen ästhetischen Vorteil, da die erhöhte Genauigkeit zu optisch schöneren Ergebnissen führt. Dasselbe gilt für den Einsatz von Kronen und Füllungen. Hier erfüllt die Kontrolle der optimalen Passung nicht nur einen ästhetischen Zweck, sondern verhindert auch, dass beispielsweise ein Spalt bleibt, an dem sich später Karies bildet.

Bei der Freilegung von Implantaten oder auch bei der Abdeckung von freiliegenden Zahnhälsen durch ein freies Schleimhauttransplantat können unter Anwendung des Operationsmikroskops viel kleinere Instrumente verwendet werden. Dadurch verläuft der Heilungsprozess schneller und es muss mit weniger Komplikationen und Begleiterscheinungen gerechnet werden. Ein perfektes ästhetisches Ergebnis ist somit möglich.

Die genaue Darstellung des Kiefers und der Zähne ermöglicht die Behandlung von Bereichen, die ansonsten nur schwer einsehbar wären. Darüber hinaus ist das Risiko, einen krankhaften Befund zu übersehen, deutlich geringer.

Ein modernes Operationsmikroskop ist üblicherweise gemeinsam mit den anderen zahnmedizinischen Geräten über dem Behandlungsstuhl befestigt und kann bei Bedarf mittels Schwenkarm bewegt werden. Qualitativ hochwertige Geräte sind immer binokular, also mit einem Vergrößerungsaufbau für jedes Auge ausgestattet. Dies ermöglicht räumliches Sehen und die Darstellung eines scharfen Bildes. Das Gerät sollte außerdem stufenlos kippbar sein, um sämtliche Bereiche des Mundraumes einsehen zu können. Des Weiteren ist auf die richtige Einstellung der Vergrößerung zu achten. Diese soll einerseits ausreichen, um jedes Detail erkennen zu können, andererseits darf der behandelnde Arzt nicht den Überblick verlieren. Auch die Beleuchtung ist ein wichtiger Faktor bei Diagnose und Behandlung. Blendung und Schatten sollten hierbei vermieden werden, um ein problemloses und genaues Arbeiten zu garantieren.

Eine Foto- oder Videofunktion ermöglicht die genaue Dokumentation der Ergebnisse und ist oft hilfreich für die Diagnosestellung, die Behandlungsplanung sowie den Vergleich und die Kontrolle der Ergebnisse.

In der Praxis von Frau Dr. Dr. Lingohr kommt das Operationsmikroskop für eine präzise Vorgehensweise und ein optimales Ergebnis zum Einsatz und verbessert dadurch die Durchführung und den Erfolg der zahnmedizinischen Behandlung.